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48,00 € |
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+0,35 % |
21.04/15:25 |
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WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006231004 |
623100 |
- € |
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Infineon-Aktie: Gewinnwarnung - Einbruch des Kurspreises scheint übertrieben 27.06.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) mit dem Votum "buy" ein.
Infineon habe seinen Ausblick für Q3 und Q4 angepasst und erwarte nun sequenziell einen leichten Rückgang des Umsatzes im Vergleich zu seiner bisherigen Erwartung einer stabilen Entwicklung im jetzigen Juni-Quartal. Dies bestehe aus ca. 3 bis 4% geringeren Umsätzen in den Segmenten Automotive und Power Management und Multimarkets (PMM), die nur zu Teilen durch die positiven Währungseffekte aus einem schwachen EUR/USD-Wechselkurs ausgeglichen würden. WR erwarte nun einen sequenziellen Umsatzrückgang von ca. 2%.
Als Konsequenz werde die Q3-Segmentergebnis-Marge (anstatt der erwarteten 14,5%) auf ca. 12% fallen. Der Hauptgrund hierfür sei der hohe operative Leverage und die Tatsache, dass sich noch keine positiven Währungseffekte materialisieren würden, da Infineon für die letzten drei Monate voll abgesichert gewesen sei. Im Allgemeinen sollte ein schwächerer EUR/USD-Wechselkurs das Segmentergebnis mit ca. EUR 1 Mio. pro Quartal für jede Abweichung von 1 EUR-Cent positiv beeinflussen.
Dies sollte normalerweise auch eine bessere Margenentwicklung in Q4 treiben (September-Quartal). Steigende Kosten (besonders Vertrieb und F&E) dürften allerdings diesen positiven Effekt aufheben, was zu einer stabilen Segmentergebnis-Marge von erneut 12% führen werde. Implikationen für das Gesamtjahr: Für Infineons Top-Line werde nun ein Rückgang von 3,3% anstatt 1,8% erwartet, die Segmentergebnis-Marge sollte 13,4% anstatt 14,5% erreichen.
Infineon habe keine Details darüber veröffentlicht, was die Gründe für die leichte Schwäche gewesen seien. Die Analysten würden vermuten, dass einige Distributionskunden schnell auf die sich verschlechternden Wirtschaftsindikatoren reagiert hätten und dass ggf. weniger Auslieferungen an Kunden mit einem höheren Exposure zu Autoherstellern in Südeuropa auch ein Grund gewesen sein könnten.
Mehr Details könnten mit dem Q3-Bericht des Unternehmens am 31. Juli erwartet werden. Die Analysten würden erwarten, dass Infineon auch einige Hinweise auf potenzielle Kosteneinsparungen und Reduzierung der Investitionspläne bekannt geben könnte, da die Kapazitätserweiterungen auch verzögert sein könnten.
Warburg Research geht davon aus, dass Infineon seinen Umsatz in FY 2012/13 steigern kann. Dies werde von einem strukturell wachsenden Automobil-IC-Markt (ca. 3 bis 5 PP Wachstum über dem Automobilproduktionswachstum) und Infineons solider Performance im Gewinnen von Marktanteilen unterstützt. Die Analysten würden eine eher stagnierende sequenzielle Entwicklung in der ersten Hälfte von FY 2012/13 und positive Wachstumsraten in H2 erwarten.
Exklusive der Nettoliquidität von ca. EUR 1,70 je Aktie sei Infineons EV nach der Bekanntmachung fast um 20% gefallen. Angesichts einer Bewertung von nur noch 10x EPS 2011/12 notiert (Cash-bereinigt) erscheine die übertrieben. Das Kursziel werde von EUR 8,30 auf EUR 7 je Aktie gesenkt, basierend auf einem DCF-Modell. Dies reflektiere die reduzierten Wachstumsannahmen sowie eine Reduktion der nachhaltigen EBIT-Marge um 2 PP auf 15%.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die Aktie von Infineon mit dem Rating "buy". (Analyse vom 27.06.2012) (27.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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